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0,3 Promille
0,3 Promillegrenze! Ja, Sie haben richtig gelesen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, die unterste Promillegrenze läge bei 0,5 Promille. Zeigt ein Kraftfahrer bereits ab 0,3 Promille alkoholtypische Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien fahren, Randsteinstreifen oder gar das Verursachen eines Unfalls, dann sind sie absolut fahruntüchtig mit entsprechenden Folgen für die Fahrerlaubnis. Also, verursachen Sie zwischen 0,3 und 0,5 Promille eine Verkehrsunfall oder fahren sonstwie auffällig, dann hat das zur Folge, dass gegen Sie eine Geld- oder Freiheitsstrafe verhängt wird und in der Verkehrssünderkartei 7 (s i e b e n) Punkte eingetragen werden. Die Fahrerlaubnis wird entzogen! Diese erhalten Sie nicht automatisch zurück, sondern muss neu beantragt werden.

0,5 Promille
Bei Überschreitung der 0,5 Promillegrenze bzw. der 0,25 mg/l Atemalkoholkonzentration wird die Trunkenheitsfahrt als Ordnungswidrigkeit geahndet. Geldbuße 500 €, 4 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. Sollten bereits mehrere Eintragungen bestehen, dann beträgt die Geldbuße 1.500 € und sie erhalten ein Fahrverbot von 3 Monaten. Es bleibt bei der Eintragung von 4 Punkten.

1,1 Promille
Die 1,1 Promillegrenze gilt als Indikator für die absolute Fahruntüchtigkeit, d.h. Geldstrafe oder Freiheitsenzug, 7 Punkte, 6 Monate bis 5 Jahre Entziehung der Fahrerlaubnis. Sollten Sie Ersttäter sein, dann können Sie mit einer Geldstrafe von ein bis zwei Monatsgehältern rechnen. Als Sperrfrist der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis sind 6 bis 12 Monate üblich.

1,6 Promille
Als Fahrradfahrer ist man ab 1,6 Promille (1,6 Promillegrenze) absolut fahruntüchtig. Absolute Fahruntüchtigkeit
Absolute Fahruntüchtigkeit besteht ab 1,1 Promille.

Aufbauseminar
Der Gesetzgeber verlangzt, dass Sie an einem besonderen Aufbauseminar teilnehmen, wenn Sie während Ihrer Führerschein-Probezeit mit Alkohol oder Drogen aufgefallen sind. Fahren ohne Fahrerlaubnis Fahren ohne Fahrerlaubnis, § 21 Straßenverkehrsgesetz, bestraft werden können sowohl der Fahrer, als auch der Halter, der duldet, dass eine Person ohne Fahrerlaubnis fährt. Zu prüfen ist zunächst, ob das Fahrzeug im öffentlichen Verkehr geführt wurde. Kraftfahrzeuge werden geführt, wenn sie bestimmungsgemäß unter Anwendung ihrer Antriebskraft in Bewegung gesetzt werden. Dabei werden sie ganz oder teilweise unter Nutzung der technischen Voraussetzungen durch den Verkehrsraum geleitet. Wann wird das Fahrzeug nicht geführt?
- bloßes Wegschieben des Fahrzeugs (nicht Anschieben!)
- bloßes Einführen des Zündschlüssels
- bloßes Starten des Motors
- bloßes Sitzen auf dem Fahrersitz
- Steuern des abgeschleppten Fahrzeugs
- Fahrschüler führen das Fahreug nicht, jedoch beim begleiteten Fahren.
Öffentlicher Verkehr ist dort, wo der Verkehrsraum ausdrücklich oder stillschweigend für jedermann oder für eine allgemein bestimmte größere Personengruppe zur Benutzung zugelasen ist. Ein Mofaführerschein ist keine Fahrlaubnis im technischen Sinne

Fahren ohne Versicherungsschutz
Beim Fahren ohne Versicherungsschutz liegt ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor, §§ 1 und 6 PflVG. Strafbar machen können sich sowohl der Fahrer als auch der Halter, der duldet, dass sein versicherungspflichtiges ohne Versicherungsvertrag Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr geführt wird. Der Tatbestand kann auch dadurch erfüllt sein, dass Sie mit Ihrem ordnungsgemäß versicherten Fahrzeug einen nicht versicherten Anhänger im öffentlichen Verkehr ziehen, sogar durch Befestigung einer Schubkarre, um für eine kurze Strecke beispielsweise Baumaterialien nach Hause zu schleppen.
In der Regel geht es beim Fahren ohne Versicherungsschutz um Fahrten mit einem ursprünglich ordnungsgemäß versicherten Fahrzeug, dessen Versicherungsschutz aus den unterschiedlichsten Grünen weggefallen ist (Kündigung, Anfechtung, Rücktritt).
VORSICHT:
Vorsätzliches Fahren ohne Versicherungsschutz wird immer zu Maßnahmen hinsichtlich der Fahrerlaubnis führen. Vorsatz kann ausgeschlossen sein, wenn Sie keine Kenntnis vom Nichtbestehen des Versicherungsschutzes hatten oder sich über das Bestehen des Versicherungsschutzes geirrt hatten. Dies sollte plausibel erläutert werden

Fragebogen Alkoholabhängigkeit
Der Fragebogen Alkoholabhängigkeit enthält
Persönliche Angaben
- Person und Beruf
- Führerschein (Klasse, seit wann, Bemerkungen)
- Fahrpraxis (Fahrzeugart, gefahrene Kilometer)
- früheren Begutachtugen, Nachschulungen oder sonstige Maßnahmen
Vorgeschichte im Straßenverkehr
- wann und weshalb Ihnen bereits die Fahrerlaubnis entzogen wurde,
- ob Sie an Verkehrsunfällen mit/ohne Körperverletzung/Tötung beteiligt waren,
- ob Sie sonst im Straßenverkehr hinsichtlich Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten auffällig geworden sind und
- ob Sie wege anderer Straftaten aufgefallen sind (außerhalb des Straßenverkehrs).
Angaben zum Alkohol
- Zeitpunkt der letzten Trunkenheitsfahrt
- Promillehöhe
- wie viele und welche alkoholischen Getränke sie direkt vor der Trunkenheitsfahrt in welchem Zeitraum zu sich genommen haben,
- wie weit Sie gefahren sind, bevor Sie auffielen und
- wie fahrtüchtig sie sich vor Fahrtantritt gehalten haben.

Führerscheinentziehung
Es gibt zahlreiche Gründe, warum die Führerscheinbehörde den Führerschein einzieht und eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) verlangt. Beispiele hierfür sind:
-Trunkenheit am Steuer: Bei einem Promillewert über 1,6 oder wiederholte Trunkenheitsfahrt
-Punktetäter: In der Verkehrssünderkartei in Flensburg haben sie mehr als 18 Punkte
-Probezeit: Innerhalb der Probezeit haben sie Zuwiderhandlungen begangen
-Betäubungsmittel: Führerscheinentzug aufgrung der Einnahme von Betäubungsmitteln
-Abhängigkeit: Bei Abhängigkeit oder Missbrauch von Betäubungs- und Arzneimitteln kann eine MPU erforderlich sein
-Cannabis: Der gelegentliche Konsum von Canabis kann zu Eignungszweifeln bei der Führerscheinbehörde führen
-Straftaten: Erhebliche und/oder wiederholte strafrechtliche Verstoße können Zweifel an ihrer Fahreignung begründen.
Gründe für die Entziehung der Fahrerlaubnis
Gründe für die Entziehung der Fahrerlaubnis sind
Trunkenheit
Punkte in Flensburg (Punktetäter)
Zuwiderhandlungen innerhalb der Probezeit
Betäubungsmittel
Abhängigkeit
Cannabis
Straftaten, die Zweifel an der Fahreignung begründen

Kosten der MPU
Gründe für die Entziehung der Fahrerlaubnis sind
Die Kosten der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung sind in der GebOSt geregelt. Je nach Anzahl der vorliegenden Delikte können diese stark varrieren. Zum Beispiel betragen Alkohol- und Drogenuntersuchungen bereits 338,00 € netto. Somit liegen die gesamten Gebühren für die MPU in etwa zwischen 300 € und 500 €. Vorbereitende Angebote von Verkehrspsychologen im Vorfeld einer MPU sind i.d.R. mit 90 € bis 100 € pro Sitzung noch um einiges teurer, als die MPU selbst. Hinzu kommen gegebenfalls noch Kosten von Nachschulungskursen, welche sich auf etwa 300 € belaufen. Insgsamt ist es eine erheblichen Kostenbelastung des Betroffenen, welche privat bezahlt werden müssen. Allerdings ist der Kostenbescheid der Fahrerlaubnisbehörde ein anfechtbarere Verwaltungsakt. Somit kann Widerspruch eingelegt werden, was zur Überprüfung der Rechtsmäßigkeit der Gutachtenanordung führt.

MPU Beratung
Einigkeit besteht hinsichtlich der Erforderlichkeit einer MPU Beratung, dass sie erforderlich ist, und zwar unter professionellen Bedingungen. Bitte erwarten Sie jedoch von einer MPU Beratung keine Wunder. Ein Berater kann Ihnen den Ablauf schildern und Sie auf konkrete Fragen vorbereiten. Wenn Sie aber nicht erkennen, dass die Beratung nur Brücke zur Erkenntnis für Veränderungen sein kann und Sie nicht Eigeninitiative ergreifen um aktiv an Veränderungen teilzuhaben, werden Sie Ihre Chancen auf ein positives MPU-Ergebnis kaum verbessern. Fassen Sie die MPU, aber auch die MPU Beratung als Chance auf, etwas in Ihrem Leben zu verändern! Der gut gemeinte Ratschlag von Freunden und Bekannten reicht in der Regel nicht aus, um auf eine bevorstehende MPU vorzubereiten.

Null-Promillegrenze
Die Null-Promillegrenze gilt für Fahrer, die jünger sind, als 21 Jahre und oder sich in der Probezeit befinden. Bei Verstoß gegen die Null-Promillegrenze erhalten Sie ein Bußgeld i.H.v. 250 € und 2 Punkte. Während der Probezeit ist ein Aufbauseminar zu absolvieren und die Probezeit wird verlängert.

Relative Fahruntüchtigkeit
Die 0,5 Promillegrenze wird als relative Fahruntüchtigkeit bezeichnet.Ab 1,1 Promille besteht die Fahruntüchtigkeit als absolut angenommen. Zwischen 0,3 und 1,09 Promille ist man im juristischen Sinne relativ fahruntüchtig. Ohne weitere Auffälligkeiten richten sich die Rechtsfolgen entweder nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz oder dem Strafgesetzbuch.Unter 0,3 Promille ist nur für Fahrer unter 21 Jahren und in der Probezeit von Bedeutung. Hier gilt die Null-Promillegrenze. 0,3 Promille bis 0,49 Promille ohne Auffälligkeiten ist strafbrei und nicht bußgeldbewährt. Kommen Auffälligkeiten hinzu, richten sich die Rechtsfolgen bereits nach Strafrecht, d.h. es liegt eine absolute Fahruntüchtigkeit vor. 0,5 Promille bis 1.09 Promille wird grundsätzlich als Ordnungswidrigkeit geahndet, es liegt also eine relative Fahruntüchtigkeit vor. Kommen Auffälligkeiten hinzu, liegt wiederum eine absolute Fahruntüchtigkeit vor und die Rechtsfolgen richten sich wieder nach Strafrecht mit allen Folgen nicht zuletzt auch für die Fahrerlaubnis.Punkteabbau
Allgemein: Punkteabbau 9 - 13 Punkte / Punkteabbau 14 - 17 Punkte. Durch den Punkteabbau soll die Eigenverantwortung des Verkehrsteilnehmers gefördert werden. Der Punkteabbau kann durch freiwilligen Besuch von verkehrspsychologischen Beratungsmaßnahmen und Aufbauseminaren Eignungsdefizite beseitigen und dadurch einen weiteren Punkteanstieg verhindern. Bei bis zu 8 Punkten werden für den Punkteabbau 4 Punkte erlassen wenn Sie ein Aufbauseminars besuchen. Für Betroffene, die unter dem Einfluss von Alkohol oder anderer berauschender Mittel am Verkehr teilgenommen haben, "werden Seminare von amtlich anerkannten anderen Seminarleitern durchgeführt. Mit anderen Seminarleitern sind besonders qualifizierte Psychologen gemeint.

Trinkertypen
Alpha-Trinker: Alpha-Trinker sind Problem- und Erleichterungstrinker. Man nennt sie auch Konflikttrinker. Ein Kontrollverlust liegt nicht vor. Beta-Trinker: Betra-Trinker sind Gelegenheitstrinker, also koppeln ihr Trinkverhalten an soziale Situationen wie Fernsehen, Wochenende, Feierabend, Feiern etc. Ein Kontrollverlust liegt nicht vor. Gamma-Trinker: Bei Gamma-Trinkern oder auch Suchttrinker, Alkoholiker, hat der Alkoholkonsum bereits zur körperlichen Abhängigkeit und zum Kontrollverlust geführt. Delta-Trinker: Bei Delta-Trinkern kommt es aufgrund der körperlichen Abhängigkeit zum Bedürfnis, einen bestimmten Alkoholspiegel zu erhalten. Epsilon-Trinker: Der Epsilon-Trinker wird auch Quartalssäufer genannt. E trinkt episodisch, dann aber hemmungslos. Er ist im Alltag stets korrekt und angepasst.